Mönchzeller Wasserversorgung 1883: Fünf Brunnen und ein Hydrant

Moderne Wasserversorgung

Aufschluss über die Anfänge einer modernen Wasserversorgung in Mönchzell gibt folgendes Buch:

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Danach hatte Mönchzell um 1902 470 Einwohner. Die im Buch gedruckte Anmerkung (E. 470, W. 66 mit je 7 B.) ist mir hinsichtlich der Buchstaben W. und B nicht verständlich. Vielleicht kann hier jemand helfen.

5 Laufbrunnen und 1 Hydrant

Weiter ist zu lesen:

Für das Dorf Mönchzell wurde im Jahre 1883 eine Gravitationswasserleitung erstellt, welche im Jahre 1885 erweitert ist und im Ganzen M. 5380 oder M. 11 pro Einwohner gekostet hat.

Für die Fassung des Wassers aus zwei Quellen von täglich 103 Kubikmeter Lieferung sind zwei Brunnenstube hergestellt, die miteinander durch eine 152 m lange Leitung verbunden sind. Von der am tiefsten liegenden Brunnenstube führen 773 lfd. m Rohleitungen von 90 mm bis 60 mm Durchmesser ins Dorf und versorgen hier fünf öffentliche Laufbrunnen mit Wasser. Auch ist ein Hydrant damit verbunden, und verschiedene Häuser haben Anschlussleitungen erhalten.

Um 1900 gab es in Mönchzell also fünf „Laufbrunnen“. Man lief zum Brunnen und holte sich dort sein Wasser. Auch hatten schon „verschiedene“ Häuser Anschlussleitungen.

Was ist eine Gravitationsleitung?

Eine Gravitationswasserleitung arbeitet „selbstfließend“, d.h. das Wasser fließt durch die Zuführungsleitung von der Quelle und durch die Verteilungsleitung vom Wasserbehälter ohne Pumpbetrieb. Es muss ein ausreichender Wasserdruck vorhanden sein. 

Der nächste Modernisierungsschub begann 1926. Damals zählte Mönchzell 526 Einwohner. Die Wasserversorgung war noch mangelhaft. Die erste Wasserleitung, die – vermutlich – alle Häuser mit Wasser versorgte, wurde 1926/27 unter der Leitung des damaligen Bürgermeisters Georg Klug errichtet.

Von der Pumpstation Brunnenbächle aus wurde der heute noch stehende Hochbehälter am Neckargemünder Weg (siehe Bild) gespeist. Vom sogenannten „Wasserhäuschen“ oder „Wasserreservoir“ aus wurde das Mönchzeller Leitungsnetz für die Endabnahme durch die Bürger versorgt.

Zweckverband mit Meckesheim

Sie Funktion als Hochbehälter verlor das „Wasserhäuschen“ Ende der Fünfziger Jahre durch die Gründung eines Zweckverbandes mit Meckesheim. Die Wasserversorgung erfolgt seither durch den an den alten Gemarkungsgrenzen auf Meckesheimer Seite liegenden Tiefbrunnen zwischen Meckesheim und Mönchzell.

1960 

Die Ortskanalisation wurde 1960 komplett erneuert. Die Elektrizität hatte in Mönchzell 1920 Einzug gehalten.

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