Von den Mönchzeller Bambinis zu den Münchner Bayern. Kim Ohlheiser ist deutsche U 17 – Fußballmeisterin

Meisterhaft

Von Mönchzell über Hoffenheim zum FC Bayern. Gibt es nicht? Doch, das gibt es. Kim Ohlheiser aus Mönchzell liebte schon immer die Bewegung und Fußball und ihr junges, gerade einmal 16jähriges Leben ist voll davon. Als U 17 Spielerin des deutschen Superclubs FC Bayern München durfte sie am 17. Juni 2017 die deutsche Meisterschaft im Frauen-Jugendfußball feiern. Und ein ganzes Dorf feiert mit. Alle in Mönchzell sind stolz auf seine Deutsche Meisterin. Ganz besonders natürlich Vater Bernd und Mutter Sabine.

Wahnsinn

Im Endspiel gegen Turbine Potsdam gewannen die Münchnerinnen mit 2:1 und Kim Ohlheiser beschreibt das Gefühl Deutscher Meisterin zu sein mit einem Wort: „Wahnsinn!“. Kim ist in Mönchzell aufgewachsen und spielte dort bei den Bambinis des SC Germania. Vater Bernd Ohlheiser war ihr erster Trainer. Wie das in Mönchzell so ist, kam er als Co-Trainer von Peter Reichert zum Trainierjog, nachdem der zum Bürgermeister von Neidenstein gewählt worden war. Bei den Bambinis spielte bereits Sohn Moritz und Kim war schon als Dreijährige auf dem Fußballplatz dabei. Mit vier Jahren durfte die kleine Kim das erste Mal mitspielen und Vater Bernd staunte. Kim blieb nicht im üblichen Bambini-Gewirr hängen, sondern schnappte sich gekonnt den Ball und marschierte Richtung Tor.

Von da an hatte Kim ihr Lieblingsspielzeug gefunden und sie hatte nur noch Fußball im Kopf. Ihre Eltern bauten für ihre Kinder kurzerhand ein kleines Fußballfeld hinter dem Haus in der Hauptstraße. Und dort tobte sich das Mönchzeller Mädchen jetzt täglich aus.

Hoffenheim

Weil es zu diesem Zeitpunkt in Mönchzell keine F-Jugend gab, wechselte Kim zum Mädchen-Förderzentrum der TSG 1899 Hoffenheim nach St. Leon. Sie wurde sie mit Hoffenheim unter anderem Badischer Hallenmeister und als 14 Jährige, Meister in der U17 Oberliga Baden-Württemberg, mit 10 Saisontreffern. Insgesamt spielte sie 7 Jahre in der Jugend der TSG.

München

Nach einer Bewerbung wurde sie zu einem Probetraining nach München an die Säbener Straße eingeladen. Dort überzeugte das Mädchen aus Mönchzell die Trainerin, die sofort das fußballerische Potenzial von Kim erkannte. „Wir nehmen Kim“, meinten die Verantwortlichen aus München.

Der Familienrat tagte mehrere Tage und entschloss sich „Wir machen das“. So mietete sich die Familie eine Wohnung in der Nähe der Säbener Straße wo Kim mit ihrer Mutter vor fast genau zwei  Jahren einzog.

Kim besuchte zunächst die Grundschule in Mönchzell, danach das Gymnasium in Bammental und jetzt das Theodolinden Gymnasium in München. Das städtische Gymnasium liegt unmittelbar in der Nähe der Säbener Straße, die allen Fußballfans als Heimat des FC Bayern München ein Begriff ist. Zunächst sollte Kim für zwei Jahre nach München. Schon in ihrem ersten Jahr in München konnte sich die Zweitjüngste im Kader von 25 Mädchen durchsetzen und spielte als Mittelstürmerin in 17 von 18 Bundesligaspielen.

Pech

Im Meisterjahr hatte sie leider weniger Glück. Nach den ersten sechs Spielen erlitt sie einen Kreuzbandriss, der sie zu einer längeren Pause zwang. Der FC Bayern weiß um das Potenzial der jungen Mönchzellerin, die in der kommenden Saison im Kader der 2 Damen-Mannschaft übernommen wurde die in der 2. Bundesliga spielt. Im letzten Spiel vor ihrer Verletzung schoss sie noch zwei Tore gegen Eintracht Frankfurt.

Fußballverrückt

Kim zeichnet sich durch eine professionelle Einstellung zum Fußball aus. Was andere als Ehrgeiz, Willen und Pflichtbewusstsein loben, bringt Papa Bernd auf den Punkt: „Kim ist einfach fußballverrückt!“. So macht es Kim riesigen Spaß, auch nach dem Schulunterricht der oft bis 16 Uhr geht, viermal in der Woche hart zu trainieren. 3 Mal in der Säbener Straße (wo auch die Profis) trainieren und einmal außerhalb in Aschheim. Das „vierte“ Training absolvierte sie bis zur Verletzung bereits in der 2. Damenmannschaft.

Ronaldo

Der Beruf für die Zeit danach sollte auch irgendetwas mit Sport sein, da ist sich die sympathische junge Frau schon heute sicher. Ihr großes Vorbild im Fußball ist Christiano Ronaldo.

Vom wem das Talent kommt, darüber rätselt man in der Familie heute noch J. Kim war einfach von Anfang ein Bewegungskind, berichtet ihr Papa. Als willensstark, ehrgeizig und kämpferisch beschreibt er seine Tochter.

Mönchzell

Kim kommt leider nur noch wenig nach Mönchzell. Hierzu bleibt auch jetzt in den großen Ferien fast keine Zeit. Die Vorbereitung bei den Bayern beginnt bereits am 13.7. und freie Wochenenden sind selten. Denn Saisonstart für die zweite Damenbundesliga ist bereits am 2.9.17.

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