Frühmittelalterliche Funde aus dem späten 7. Jahrhundert bei der Meckesheimer Martinskapelle

1997/98 wurden im direkten Umfeld der Martinskapelle frühmittelalterliche Keramikfunde endeckt, und zwar aus der Zeit des späten 7. Jahrhunderts wie des 8. bis 9. Jahrhunderts. Es handelt sich dabei um  ein knappes Dutzend Scherben aus der späten Merowinger – und der Karolingerzeit.

Die frühesten Funde aus dem unmittelbaren Umfeld der Kapelle liegen leider nur als Bodenstücke vor. Es handelt sich wohl um Drehscheibenware. Diese  Warenart, die von den Römern übernommen wurde, war in der Region bis ins späte 7. J h . die typische Gebrauchskeramik. Vergleichbare Ware wurde in den Jahren 1971 bis 1975 in der fränkischen Siedlung unter der späteren Niederungsburg in Eschelbronn entdeckt

Das Auftreten dieser frühmittealterlichen Keramikart bestätigt archäologisch eindeutig das hohe Alter der ersten Siedlung bei der einstigen Martinskirche, das bisher nur vermutet werden konnte. Zur „karolingischen“ Keramik , die in Wirklichkeit schon etliche Jahrzehnte vor der Mitte des 8. Jhs . auftritt, dem Zeitpunkt des Dynastiewechsels im fränkischen Reich von den Merowingern zu den Karolingern, zählen im vorliegenden Meckesheimer Material vier Scherben. Diese im archäologischen Sprachgebrauch als äMartinskapelle06.jpgltere , gelbtonige Drehscheibenware bezeichnete Keramikart unterscheidet sich vom rauhwandigen merowingischen Geschirr durch ihren hellen, meist gelblichen, aber fallweise durchaus auch weißlichen oder orangefarbenen Ton.

Quelle: Uwe Gross, Mittelalterliche Funde bei der Martinskapelle in Meckesheim Die Keramik

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