Die biblischen Offenbarungen des Meckesheimer Bauernpropheten

Der berühmte Meckesheimer Bauernprophet Johann Adam Müller (1769 bis 1832)  wanderte 1807 zu Fuß zum König von Preußen, um ihm von seinen Visionen zu berichten. Müller, der Hannadel genannt wurde,  prophezeite, dass die Niederlage Napoleons bevorstünde, wenn Russland und Österreich ein Bündnis eingingen. Die Richtigkeit seiner Prophezeiungen hinsichtlich der Niederlage Napoleons und den Brand Moskaus sollte sich bestätigen. Müller berichtet in seinen Lebensbeschreibungen über eine seiner zahlreichen biblischen Visionen:

„Sodann kam mir vor, dass über Frankreich geschehen müsse, was gesagt wurde

  • Nahum im dritten Kapitel.
  • Zach. 4
  • Offenbarung Johannis im 17. Kapitel
  • Jeremia 50. Kapitel, Vers 8
  • Jeremia 51. Kapitel Verse 63 und 64
  • dann Offenbarung Johannis 18. Kapitel, Verse 4 und 21

welches alles ich dem Könige von Preußen nach Wien schrieb.“

Müller wirft in den Protokollen geradezu verschwenderisch mit solchen Bibelzitaten um sich. Dies ist also nur eines von vielen Beispielen, um einen Eindruck zu erhalten. Vielleicht sammle ich einmal alle von Müller zitierten Bibelstellen und veröffentliche sie als „Hannadel-Bibel“. Die oben zitierten Bibelstellen, bei denen Ninive und Babylon für Frankreich stehen dürften, lauten:

Nahum 3. Kapitel: Keine Schande bleibt Ninive erspart!

Wehe dieser Stadt, die ein Blutbad nach dem anderen anrichtet, in der Betrug und Gewalt herrschen. Schon immer war sie auf Raub aus und wollte nie damit aufhören. Da! Peitschengeknall und Räderrasseln! Pferde galoppieren, Streitwagen rasen dahin! Die Reiter preschen vorwärts, Schwerter glänzen, Speere blitzen auf. Das Schlachtfeld ist übersät mit Gefallenen, man stolpert über Leichen, so dicht liegen sie; niemand kann sie mehr zählen! Das ist die Strafe für Ninive, diese Hure, die mit ihren Reizen ganze Völker verführte und sie mit ihren Zauberkünsten umgarnte! So spricht der Herr, der allmächtige Gott: „Jetzt ziehe ich dich zur Rechenschaft! Ich reiße dir den Rock hoch bis übers Gesicht, dass du vor den Völkern nackt dastehst und dich zu Tode schämen musst. Mit stinkendem Dreck bewerfe ich dich, keine Schande bleibt dir erspart; ja, ich stelle dich öffentlich zur Schau! Dann wird jeder, der dich sieht, davonlaufen und entsetzt rufen: ‚Ninive ist eine einzige Wüste!‘ Wer wird da noch um dich trauern? Wo soll ich einen Tröster für dich finden? Meinst du vielleicht, dir werde es besser ergehen als der Stadt Theben? Sie war durch den breiten Nil und seine Arme ringsum geschützt. Ein starkes Heer aus Äthiopien und ganz Ägypten bot sie zu ihrer Verteidigung auf, Soldaten aus Put und Libyen kamen ihr zu Hilfe. Trotzdem verschleppten die Feinde ihre Einwohner in die Verbannung und zerschmetterten kleine Kinder auf der Straße; sie teilten die führenden Männer durch das Los unter sich auf und führten sie in Ketten ab. Auch deine Einwohner, Ninive, werden umhertaumeln, als seien sie betrunken; vergeblich werden sie Schutz suchen, wenn der Feind über sie herfällt. Deine Festungen sind wie Feigenbäume mit Frühfeigen darauf: Man braucht sie nur zu schütteln, schon fallen einem die Früchte in den Mund. Deine Elitetruppen können sich nicht mehr wehren, die Feinde dringen ungehindert ins Land ein und legen deine Festungen in Schutt und Asche.  Ja, sammle dir nur Wasservorräte für die Zeit der Belagerung, verstärk deine Verteidigungsanlagen, stampf den Lehm, forme Ziegelsteine! Trotzdem werden deine Feinde dich in Brand stecken und mit Schwertern deine Einwohner niedermetzeln. Selbst wenn du deine Truppen verstärkst und ein Heer aufbietest, so groß wie ein Heuschreckenschwarm: die über dich herfallen, sind noch viel mächtiger und werden alles vernichten! Deine Händler sind zahlreicher als die Sterne am Himmel; doch plötzlich werden sie verschwunden sein – wie Heuschrecken, die aus der Puppe schlüpfen und wegfliegen. Deine Würdenträger und Beamten gleichen Heuschreckenschwärmen, die sich in einer kalten Nacht auf einer Mauer niederlassen: Kaum geht die Sonne auf, so fliegen sie davon, und niemand weiß, wo sie geblieben sind. Du König von Assyrien, deine führenden Männer sind tot, deine Mächtigen liegen am Boden! Die Soldaten, die in den Bergen kämpften, sind davongelaufen wie eine Herde ohne Hirte. Deine Wunde ist tödlich; niemand kann deine Verletzungen heilen. Und wer von deinem Untergang erfährt, klatscht vor Freude in die Hände; denn weit und breit gibt es keinen, den du nicht grausam gequält hast!“

Zacharja 4. Kapitel:

Der Engel, der mir alles erklärte, kam zu mir. Er rüttelte mich auf, als ob er mich aus dem Schlaf wecken wollte. Dann fragte er: „Was siehst du?“ Ich antwortete: „Einen Leuchter aus reinem Gold, darauf eine Ölschale und sieben Lampen mit jeweils sieben Dochten. Rechts und links von dem Leuchter steht je ein Ölbaum. Aber was soll dies alles bedeuten?“ Der Engel erwiderte: „Das weißt du wirklich nicht?“ Ich verneinte, und er sagte:

Der Herr beauftragte mich, Serubbabel diese Botschaft mitzuteilen: „Was du vorhast, wird dir nicht durch die Macht eines Heeres und nicht durch menschliche Kraft gelingen: Nein, mein Geist wird es bewirken! Das verspreche ich, der Herr, der allmächtige Gott.

Ein Berg von Hindernissen wird sich vor dir auftürmen, aber ich räume sie aus dem Weg. Wenn der Tempel wieder aufgebaut ist, wirst du den Schlussstein einsetzen – unter dem Jubel des Volkes!“ Weiter sprach der Herr zu mir: „Serubbabel hat den Grundstein zu diesem Tempel gelegt, und er wird den Bau auch eigenhändig vollenden! Wer anfangs enttäuscht war, dass der Bau nicht voranging, der wird sich noch von Herzen freuen, wenn er den Schlussstein in Serubbabels Hand sieht!“ Dann werdet ihr erkennen, dass der Herr, der allmächtige Gott, mich zu euch gesandt hat. „Die sieben Lampen sind die Augen des Herrn, die alles sehen, was in der Welt geschieht.“ Ich fragte weiter: „Was bedeuten die zwei Ölbäume rechts und links vom Leuchter und die beiden Zweige neben den zwei goldenen Röhren, die das Olivenöl vom Baum herableiten?“Der Engel entgegnete: „Weißt du es wirklich nicht?“ Als ich wieder verneinte,erklärte er mir: „Das sind die beiden Männer, die der Herr der ganzen Welt mit Öl gesalbt hat. Er hat sie dazu erwählt, ihm zu dienen.“

Offenbarung 17: Die große Hure Babylon

Nun kam einer von den sieben Engeln, die sieben Schalen erhalten hatten, zu mir und sagte: „Komm mit, ich will dir zeigen, wie Gott die große Hure straft, die an den vielen Wasserläufen so sicher thront. Die Mächtigen dieser Welt haben sich mit ihr eingelassen. Alle Menschen waren berauscht von dem Wein der Verführung, den sie ihnen eingoss.“ Jetzt nahm mich der Engel und versetzte mich im Geist in die Wüste. Dort sah ich eine Frau auf einem grellroten Tier, das sieben Köpfe und zehn Hörner hatte. Es war überall beschrieben mit Beleidigungen Gottes.Die Frau trug purpur- und scharlachrote Kleider, dazu kostbaren, goldenen Schmuck mit wertvollen Edelsteinen und Perlen. In ihrer Hand hielt sie einen Becher aus Gold, der bis an den Rand gefüllt war mit ihrer Bosheit, ihrer Verführung und ihrem Götzendienst. Auf ihrer Stirn stand ein geheimnisvoller Name: „Die große Babylon, die Mutter aller Verführung und allen Götzendienstes auf der Erde!“ Und ich sah, wie sie sich berauschte an dem Blut all der Menschen, die Gott gehörten und getötet wurden, weil sie Jesus die Treue hielten. Ich war tief erschüttert von all dem, was ich sah. „Warum bist du so fassungslos?“, fragte mich der Engel. „Ich will dir erklären, wer diese Frau ist und was das Tier mit den sieben Köpfen und den zehn Hörnern bedeutet, auf dem sie sitzt. Das Tier, das du gesehen hast, war einmal da, auch wenn es jetzt verschwunden ist. Aber es wird aus dem Abgrund aufsteigen, und dann führt sein Weg in den endgültigen Untergang. Und den Menschen auf der Erde, deren Namen nicht schon seit Beginn der Welt im Buch des Lebens stehen, wird es beim Anblick dieses Tieres die Sprache verschlagen. Sie werden sich wundern, dass es zuerst da war, dann verschwand und plötzlich wieder auftauchte. Um das zu begreifen, ist Weisheit und Verständnis nötig: Die sieben Köpfe bedeuten sieben Hügel, von denen aus die Frau ihre Macht ausübt. Zugleich sind sie auch ein Bild für sieben Könige. Fünf von ihnen sind schon gefallen. Der sechste regiert jetzt, und der siebte wird noch kommen. Aber seine Regierungszeit wird nur kurz sein.Das Tier, das früher da war und jetzt nicht da ist, dieses Tier ist ein achter König; und er gehört zu den sieben anderen. Auch sein Weg führt in den Untergang.Die zehn Hörner, die du gesehen hast, bedeuten zehn Könige, die noch nicht an die Macht gekommen sind. Aber wie Könige werden sie mit dem Tier herrschen, wenn auch nur für kurze Zeit. Sie ziehen an einem Strang, haben ein gemeinsames Ziel und stellen sich mit ihrer Macht und ihrem Einfluss dem Tier zur Verfügung. Gemeinsam werden sie gegen das Lamm kämpfen. Aber das Lamm wird sie besiegen. Denn es ist der Herr über alle Herren, der König über alle Könige. Und mit ihm siegen alle, die von ihm berufen und auserwählt wurden und ihm treu sind.“ Weiter sprach der Engel zu mir: „Die Wasserläufe, die du gesehen hast und an denen die Hure sitzt, sind ein Bild für die Völker aller Rassen, Nationen und Sprachen. Das Tier und seine zehn Hörner, die du auch gesehen hast, werden die Hure hassen. Sie werden sie völlig ausplündern, so dass sie nackt und bloß dasteht. Ihr Fleisch werden sie fressen und alles andere im Feuer verbrennen.Damit aber erfüllen sie nur die Absicht Gottes. Er sorgt dafür, dass sie alles gemeinsam tun und ihre ganze Macht und ihren ganzen Einfluss dem Tier überlassen, bis alles erfüllt ist, was Gott gesagt hat. Die Frau, die du gesehen hast, ist die große Stadt, die über alle Könige der Erde herrscht.“
 

Jeremia 50, 8

Flieht hinaus aus Babylons Mitte und zieht hinweg aus dem Land der Chaldäer und seid wie Böcke vor der Herde her!

Jeremia 51, 63 f.

Und es soll geschehen, wenn du dieses Buch zu Ende gelesen hast, so binde einen Stein daran und wirf es mitten in den Euphrat, und sprich: »So soll Babylon versinken und nicht wieder hochkommen infolge des Unheils, das ich über es bringen werde; und sie werden erliegen!« 

Offenbarung 18, 4

Und ich hörte eine andere Stimme aus dem Himmel, die sprach: Geht hinaus aus  der Stadt Babylon, mein Volk, damit ihr nicht ihrer Sünden teilhaftig werdet und damit ihr nicht von ihren Plagen empfangt!

Offenbarung 18, 21

Und ein starker Engel hob einen Stein auf, wie ein großer Mühlstein, und warf ihn ins Meer und sprach: So wird Babylon, die große Stadt, mit Wucht hingeschleudert und nicht mehr gefunden werden!

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