100 Tage Maik Brandt – Der Bürgermeistertest

Am 1. Oktober 2016 trat Maik Brandt sein Amt als Meckesheimer Bürgermeister an. Was hat er gut, was hat er weniger gut gemacht? Hier das Bürgermeisterzeugnis für die ersten 100 Tage seiner Amtszeit.

Arbeitshaltung

Der neue Bürgermeister (nachfolgend B.M. oder M.B.) hat an seinem neuen Amt offensichtlich Spaß. Er absolviert seinen zehn- bis 14stündigen Arbeitstag mit Begeisterung und ist auch an Wochenenden für die Gemeinde aktiv. M.B. geht gerne aufs Rathaus. Dabei ist er an praktischen, einvernehmlichen Lösungen interessiert, wie sein Vorgehen bei der Planung der Ortssanierung in Mönchzell zeigt. Die Planung für den Lobbachhallen-Vorplatz wurde in Zusammenarbeit mit dem Ortschaftsrat praxisorientiert abgeändert. Zielstrebig wird die Sanierung des Mönchzeller Ortskerns verfolgt, wo bereits vier private Maßnahmen beantragt sind und noch weitere hinzu kommen sollen. Die Vorbereitungen für den Architektenwettbewerb zur Verschönerung Mönchzells laufen.

Selbständigkeit

Der B.M. zeichnet sich durch Offenheit und Aufgeschlossenheit aus. Er hängt nicht am Rockzipfel seiner Partei, sondern kommuniziert offen und eigenständig, z.B. auch mit dem ehemaligen politischen Wahlkampfgegner. Flexibilität hat M.B. vor allem bei der alla-hopp-Anlage gezeigt. So unterbrach er seinen Dezemberurlaub, um auf einer Krisensitzung noch offene Probleme zu lösen.  So musste der von vielen Bürgern gewünschte Zugang zum Wasser nachträglich beantragt werden. Jetzt liegt die Baugenehmigung vor und schon im Sommer soll die Bevölkerung die Anlage nutzen können. M.B. hat auch den Autobahn-Anschluss mit Werbemaßnahmen auf der Gemarkung Dielheim gestoppt. Diese Uraltidee die seit Altbürgermeister Soines Zeiten im Rathaus immer einmal wieder herumgeisterte, wurde vernünftigerweise im Papierkorb beerdigt.

Lernbereitschaft

M.B. hat dem Vernehmen nach an zahlreichen Maßnahmen der Bürgermeisterfortbildung teilgenommen.

Denkfähigkeit

Der B.M. verfügt über  ein ausgezeichnetes strategisches Denkvermögen. Dies zeigte er nicht nur im Wahlkampf, sondern auch in der Konzeption eines durchdachten Programms zur Flüchtlingsaufnahme in Meckesheim. Er lud sofort zu einem runden Tisch zur Lösung der anstehenden Probleme ein,  als noch damit zu rechnen war, dass 215 junge Flüchtlingsmänner nach Meckesheim kommen würden. Ein Flüchtlingsbeauftragter wurde bestellt, mit dem zusammen M.B. ein Integrationsforum für Bürgermeister und Flüchtlingsbeauftragte besuchte. Die angedachte und für die Gemeinde kostenlose Stelle eines Integrationsbeauftragten war clever.

Schriftliches Arbeiten

M.B. kann sich schriftlich und mündlich klar und für die Bürger verständlich ausdrücken, was man z.B. an den neuen Texten der Internetseite der Gemeinde erkennen kann.

Ordnung

M.B. verliert nicht den Überblick. Schon kurz nach seinem Amtsantritt fiel M.B. auf, dass vergessen worden war für die Ortskernsanierung in Meckesheim Anträge zur Verlängerung von Fördermitteln zu stellen. Dies holte er sofort nach und konnte so 400.000 Euro an Fördermitteln für die Gemeinde retten, die sonst verloren gewesen wären. Für alte, bislang unbezahlte Rechnungen kann dieses Geld nun eingesetzt werden. Sonst hätte das die Gemeinde selber bezahlen müssen. Städtebauliche Ordnung will B.M. durch eine Innenverdichtung in Meckesheim schaffen. Nach eineinhalb Jahren Stillstand wurde auch das Problem Hochwasserrückhaltebecken Katzengraben in Mönchzell gelöst.

Schulbesuch

Keine Fehlzeiten. M.B. hat im Gegenteil vielmals die Karl-Bühler-Schule besucht und zahlreiche Gespräche mit der Schulleitung geführt. Dadurch konnten noch kurz vor Renovierungsstart  an der KBS die Lernbüros nach den Vorstellungen der Schule neu konzipiert werden. Auch eine modernere Ausstattung mit flexiblen Möbeln und W-Lan wurde ermöglicht.

Zusammenarbeit in der Gemeinschaft

Die Teamfähigkeit des B.M. ist eine seiner Stärken. M.B. hat als Teamleader aus der Verwaltung in kürzester Zeit ein Team geschweißt, dem es wieder Spaß macht für Meckesheim und Mönchzell zu arbeiten. So konnte aktuell ein Auszubildender übernommen werden und es soll sogar wieder Initiativbewerbungen für Anstellungen im Meckesheimer Rathaus geben. Das war nicht immer so.

Soziales Verhalten

M.B. ist ein Mann des Miteinanders, der zum Beispiel alle Gemeinderäte mit Ehegatten in der Griechischen Taverne zur gemeinschaftlichen Weihnachtsfeier einlud. Eine gute Geste für mehr Gemeinsamkeit unter den Fraktionen.  Auch geht der Gemeinderat mittlerweile nach den Sitzungen in den Ratskeller. Da M.B. ständig die Schulden der Gemeinde im Auge hat, zahlt jeder seine Zeche selbst.

Arbeitsverhalten in der Gruppe

Durch seine enorme Einsatzbereitschaft und Belastbarkeit zieht er die anderen mit. Auch hier gilt aber: Rom ist nicht an einem Tag gebaut worden.

Verhalten zu Kollegen

M.B. wurde im Kreis der Bürgermeister und vom Landrat sehr positiv, ja sogar herzlich aufgenommen. Dies hat zu ersten hoffnungsvollen Gesprächen mit Landrat Dallinger hinsichtlich einer Lösung des Meckesheimer Bahnübergangs geführt.

Absprachen und Regeln

Der B.M. hält getroffene Absprachen und Regeln ein.

Lösung von Konflikten

M.B. ist bereit bei Meinungsverschiedenheiten auf andere zuzugehen und gemeinsame Lösungen zu finden. Er lässt das Gegenüber zu Wort kommen und greift zielführende Vorschläge anderer gerne auf. Andererseits weiß sich M.B. selbstbewusst abzugrenzen, wenn er sich für die Gemeinde keinen Mehrwert verspricht.

Durchhaltevermögen

Beharrlichkeit ist nach eigenem Bekunden eine der Stärken von M.B. Dies kann nach den ersten 100 Tagen noch nicht abschließend beurteilt werden. Immerhin scheint er nicht locker zu lassen, sein Vorhaben nach Meckesheim zu ziehen, umzusetzen. Sein Vorgänger benötigte dazu 15 Jahre. Da sich für die Großfamilie Brandt bislang kein passendes Haus im Ort fand, wird M.B. wohl bauen müssen.Durchhalten!

Kritik

Dass die Gemeinderatsvorlagen erst wieder ins Internet gestellt werden sollen, wenn die Gemeinde über ein elektronisches Ratsinformationssystem verfügt, führt zu weniger Bürgerinformation. Sollte das Ratsinformationssystem aber kommen, wäre das ein großer Schritt in die technische Zukunft und zu mehr Bürgerbeteiligung.

Arbeitsgemeinschaften

Maik Brandt hat an der Meckesheimer und Mönchzeller Kerwe und zahlreichen Vereinsveranstaltungen mit Ehefrau und Familie teilgenommen.

Gesamturteil

Der B.M. hat die ersten 100 Tage gut gemeistert. Nach einer Befragung der fb-Gruppe 6921 sind 14 von 15 Bürgern mit M.B. als Bürgermeister zufrieden.

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