Meckesheimer Flüchtlingsdorf: Asylkreis will Misstrauen in Miteinander verwandeln

Meckesheim bekommt einen zweiten Asylkreis, der die  über 200 Flüchtlinge in der Dieselstraße betreuen wird. Zwanzig Personen waren bei der Gründungsveranstaltung des Asylkreises II anwesend. Darunter befanden sich auch Mitglieder des Roten Kreuzes. Sie betreuen die Flüchtlinge aus Gambia und Afghanistan, die voraussichtlich Mitte November von Sinsheim nach Meckesheim verlegt werden, schon seit Längerem. Wie der Meckesheimer Asylkreis berichtet, sprächen die meisten der Flüchtlingsmänner, die nach Meckesheim kommen werden, ziemlich gut Deutsch oder zumindest Englisch. Viele hätten bereits Arbeits-, Praktika- oder Ausbildungsstellen im Umland, die sie dann von Meckesheim aus aufsuchen würden. Die jungen Männer wollten in Meckesheim Sport und Musik machen, Deutsch lernen und Arbeit finden. Die beiden Asylkreise wollten eng mit der Gemeindeverwaltung zusammenarbeiten und den Meckesheim zugewiesenen Flüchtlingen eine gute Ankunft ermöglichen. Ferner wünscht sich der Asylkreis, dass sich „die Befürchtungen und das Misstrauen in ein gemeinsames Miteinander verwandeln und das Zusammenleben im Dorf gelingt.“

Meinung

Merkels Parole „Wir schaffen das“ wird wieder einmal nach unten durchgereicht. Bewältigen müssen Merkels Flüchtlingskrise nämlich die Menschen auf der kommunalen Ebene, wie z.B. jetzt die Meckesheimer. Das Engagement der Asylkreise verdient Respekt und Anerkennung. Zweifel bleiben. Bekanntlich sind ehrenamtliche Flüchtlingshelfer nicht selten von Emotionen geleitet und neigen dazu Integrationsprobleme wegzulächeln statt Integration einzufordern. Hier ist dem Meckesheimer Asylkreis zu wünschen, dass ihm eine professionelle Betreuung gelingt. Dies würde befürchtete Probleme oder gar Eskalationen verhindern und könnte den Frieden im Dorf wahren. Dass die Flüchtlingshelfer Merkels Willkommenssystem, das ohne Ehrenamtliche schon längst kollabiert wäre, durch ihre Arbeit stabilisieren, steht auf einem anderen Blatt. Jede Medaille hat eben zwei Seiten. Das ist zwei Wochen vor der Flüchtlingsumsiedlung von Sinsheim nach Meckesheim aber zunächst nachrangig.

Link zum Thema:

http://cicero.de/berliner-republik/ein-jahr-grenzoeffnung-wir-waren-alle-naiv

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