Moos‘ Abschied: Über 200 Flüchtlinge kommen im Oktober

Es war der letzte öffentliche Auftritt von Bürgermeister Moos, der immer für ein Flüchtlingsheim in Meckesheim gestimmt hatte. In der Auwiesenhalle präsentierte er mit Vertretern der Landratsamtes den Meckesheimern, dass noch im Oktober 2016 über 200 Flüchtlinge aus der Aufnahmestelle in Sinsheim ins Meckesheimer Containerdorf verlegt werden. Eine Bürgerfrage wegen der Kosten wurden wegen des „Schutzes Dritter“ nicht beantwortet, wie Anwesende mitteilten. Dominiert wurde danach die Versammlung von Mitgliedern der Meckesheimer Flüchtlingshilfe, die mit Monologen einen Großteil der Redezeit für sich beanspruchten. Nachfolgend der Bericht nach den Mitteilungen anwesender BürgerInnen:

Über 200 Flüchtlinge schon im Oktober

Anwesende werteten die Veranstaltung vom Informationsgehalt her als „nicht allzu interessant“ Die. Anlage wird Ende Oktober mit rund 200 Männern aus Gambia, Afghanistan, Iran (hauptsächlich) belegt.

Kostenfrage wegen „Drittschutz“ nicht beantwortet

Moos und Landratsamt gaben über die Mietkosten keine Auskunft. Grund: Der Schutz Dritter. Ronny Böhm hatte gefragt, was das Landratsamt die Unterbringung an den Investor koste und was es vor allem die Gemeinde koste. Er bekam keine Auskunft wegen angeblichen Drittschutzinteresses. Erklärt wurde, was aus der Presse ohnehin bekannt ist: Jeder  Flüchtling erhält ca. 350 Euro monatlich zum Einkaufen. Eine gesetzliche Krankenversicherung für jeden Flüchtling bestehe auch. Hausärzte dürfen also von den Flüchtlingen in Anspruch genommen werden, so dass die Meckesheimer Ärzte viel Arbeit und die Bürger lange Wartezeiten bekommen werden.

Vollzeitbewachung

Es wird rund um die Uhr an 365 Tagen einen Security Service geben. Die Anlage wird komplett umzäunt. Im Innenbereich soll zum Zeitvertreib ein kleiner Sportplatz eingerichtet werden. Mehr zur Freizeitbeschäftigung gibt es zunächst nicht.

Meckesheimer Flüchtlingshilfe zieht sich zurück

Der Freundeskreis Asyl aus Meckesheim will im Heim in der Dieselstraße nicht tätig werden. Dies liegt wohl weniger daran, dass es sich um problematische Flüchtlinge aus Sinsheim handelt. Der Grund sei, dass man einfach nicht genug Mitglieder habe. Wolber, die Sprecherin der Meckesheimer Flüchtlingshelfer, warb für einen zweiten Asylkreist, der sich um die Flüchtlinge in den Containern kümmern könne. Sie – Wolber – würde bei der Gründung helfen. Moos hätte schon längst Personal für die Betreuung einstellen müssen, war die Meinung der Flüchtlingshelferin.

Es kommen alleinreisende Männer ab 18 Jahren

Es werden  alles alleinreisende Männer ab 18 Jahren in Meckesheim einquartiert. Die Personen kommen aus dem Lager in Sinsheim. Es ginge von den Männern  für die die Bürgerschaft keinerlei Gefahr aus. Die Polizei wird daher auch keine zusätzlichen Beamten erhalten oder einsetzen.

Die Auwiesenhalle war voll

Die Halle war voll. Die Stimmung interessiert aber entspannt. Nur teilweise wirkten Zuhörer gereizt, hier vor allem die Unternehmer in deren Nachbarschaft das Containerlager im Gewerbegebiet von Investor Germann gebaut wurde. Zu Unmutsbekundungen kam es vor allem, wenn es um Sicherheitsfragen ging.

Schallendes Gelächter

Ein Polizist behauptete, dass es bisher  im Rhein-Neckar-Kreis keinerlei Probleme mit Flüchtlingen/Flüchtlingsheimen gab, was für schallendes Gelächter sorgte. Laut Landratsamt ist die  Anlage zunächst für 3 Jahre gemietet.

Nach Monologen der Asylhelfer verlässt jeder Fünfte die Halle

Der Flüchtlingskreis Asyl habe sich ziemlich blamiert und schlecht dargestellt. Gefühlt sei jeder zweite Redebeitrag von einer Person des Flüchtlingskreises abgegeben worden: Voll mit Selbstlob und Werbung für den Freundeskreis. Die Leiterin Edith Wolber habe eine halbe Stunde lang  einen Monolog bei der Fragerunde gehalten. Hierüber war das Publikum ziemlich erbost. Vor allem als kurz danach die nächste Frau aus dem Asylkreis den nächsten Monolog gehalten habe, hätte ein großer Anteil der Zuhörer, rund 20 Prozent, verärgert die Auwiesenhalle verlassen.

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