Meckesheimer Flüchtlingssiedlung: Genau hingeschaut!

Mehrere Anlieger des Flüchtlingsheimes sind besorgt. Sie sehen vor Ort was passiert. Hier ihre Einwände, wie sie hierher eingesandt wurden:

  • Die Container sind aus Schalholz. Hiermit werden normalerweise Wände bei Baustellen eingeschalt, um diese dann zu betonieren. Fazit: Die Flüchtlinge werden in Billigstcontainern untergebracht. Die vom Landratsamt angekündigte „gute Unterbringung“ sieht anders aus.
  • Die Containersiedlung verfügt über keine Brandmeldeanlage. Es gibt nur Rauchmelder in den einzelnen Containern. Reicht das aus? Wer informiert ohne Deutschkenntnisse die Feuerwehr, wenn es brennt?
  • Dem Landratsamt wurde von den Anliegern vorgechlagen, die Flüchtlingssiedlung an den Ort kurz und gefahrlos anzubinden. Am Besten über einen bereits vorhandenen, ca. 6 Meter breiten, gut ausgebauten Weg in der Industriestraße. Der Vorschlag wurde sowohl vom Investor wie vom Landratsamt abgelehnt.
    Begründung: Es handele sich um einen Privatweg, der  zur Erschließung nicht zur Verfügung stünde. Übersehen wurde: Der Weg gehört dem Investor. Die Flüchtlinge hätten einen gefahrlosen Weg, der zudem ca. 300- 400 m kürzer zum Ortszentrum und zu den Einkaufsmöglichkeiten gewesen wäre, vor sich gehabt. Nun müssen Sie zwischen rangierenden LKW in der Dieselstraße über einen wesentlich schmaleren Gehweg in den Ort laufen.
  • Das zweite Geschoss der Siedlung ragt vollständig über die Mauern zum benachbarten Recyclingbetrieb. Der Abstand zum Nachbargrundstück beträgt nur 2,50 Meter. Auf dessen Betriebsgelände lagern mehrere hundert Kubikmeter leicht brennbarer Materialien wie Altholz, Papier, Kartonagen etc., die dort zur weiteren Verwertung umgeschlagen werden. Durch eine unachtsam  aus einem der Fenster in dem oberen Stockwerk der Flüchtlingsunterkunft hinaus geworfene Zigarettenkippe kann es  sofort zu einem Feuer kommen.fluchtlingsbau01
  • Die zukünftige Entsorgung des Mülls erfolgt über große Container, in die alles ungetrennt (Essensreste, Plastik, Papier etc.) hinein geworfen wird. Argument des Landratsamtes: Die Flüchtlinge würden die Mülltrennung nicht verstehen. Ist das deren Ernst?
  • Für die Unterkunft wurde in der Baugenehmigung kein Fettabscheider vorgeschrieben. Laut Abwassersatzung der Gemeinde Meckesheim sind aber auf Grundstücken, von denen Fett in das Abwasser gelangen kann, Abscheideranlagen anzubringen. Laut Bürgermeister Moos würde bei Flüchtlingen aber kein Fett anfallen. Stimmt das? Jeder Gastronomiebetrieb mit mehr als 25 Essen pro Tag muss solch einen Abscheider einbauen. In einem Flüchtlingsdorf mit über 200 Menschen, darf also dass das Fettwasser von über 200 Bewohnern direkt in den Kanal geleitet werden?
  • Die benachbarten Anlieger mussten beim Bau ihrer Gewerbehallen Wasserzisternen einbauen. Durch sie soll das zu schnelle Einleiten von Regenwasser bei einem Starkregen  in die Kanalisation verhindert werden. Und der Investor? Er darf ohne jegliche Puffervorrichtung Regenwasser in die Kanalisation einleiten, und zwar von einer Dachfläche von ca. 1.500 m² . Kann das gut gehen? Auf der Kreuzung Industriestraße/ Dieselstraße staut sich schon jetzt bei Starkregen das Kanalwasser auf der Straße an. Kanaldeckel werden schon jetzt herausgedrückt. Und jetzt? Jetzt kommt noch diese große Dachfläche bzw. Wassermenge hinzu. In Zukunft wird das Hochwasser noch schneller kommen und größere Ausmaße annehmen als bisher. Die Gewerbetreibenden befürchten, dass ihre Betriebe an der Industriestraße zukünftig des öfteren von Hochwasser beeinträchtigt werden.

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