Seidenraupen und Maulbeerbäume in Meckesheim

Im Zuge des Baus der Elsenzbrücke, die 1782 fertiggestellt war, wurde auch die Straße nach Sinsheim verbessert und auf beiden Straßenseiten mit Pappeln bepflanzt. Bei der Anlage der Straße durch den Meckesheimer Ort wurde von der kurpfälzischen Regierung angeordnet, dass die Straßenränder mit Maulbeerbäumen zu bepflanzen warne. Die Gemeinde Meckesheim kaufte daher 180 weißblühender Maulbeerbäume für 12 Kreuzer das Stück. Das machte insgesamt 32 Gulden und 96 Kreuzer. Sie wurden 1781 gepflanzt. Die Maulbeerbäume wurden gepflanzt, damit die Meckesheimer Seidenraubenzucht trieben. Dies war vom Kurfürsten so gewünscht, damit die Adeligen mit Seide versorgt werden konnten. Seiden Kleider galten in Adelskreisen als der letzte Schrei. Da die chinesische Seide sehr teuer war, war es ein Steckenpferd des Kurfürsten die Seide im eigenen Land billiger herzustellen.

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