Moos will „sachlich“ informieren – „Rund 200“ alleinstehende Flüchtlings-Männer kommen nach Meckesheim

Das verwundert viele. Der abgewählte Bürgermeister Moos ist nur noch bis 30. September im Amt. Während andere abgewählte Bürgermeister sich in Zurückhaltung bei der Amtsausführung üben, fällt an Wahlverlierer Moos auf, dass er offenbar noch Verschiedenes auf den Weg zu bringen versucht, das ihm am Herzen liegt. Sogar seinen Urlaub lässt er dafür größtenteils verfallen. Moos hatte in den Gemeinderatssitzungen gegen die Mehrheit immer für die Flüchtlingscontainer im Meckesheimer Gemeinderat gestimmt. Nach einer Gemeinderatssitzung soll er den Räten wegen derer ablehnender Haltung vorgeworfen haben, sie hätten durch ihre Ablehnung 250.000 Euro an Zuschüssen verschenkt. Das sei eine „teure Gemeindratssitzung“ wegen der Ablehnung der Flüchtlingssiedlung in Meckesheim gewesen.

Auf der Internetseite der Gemeinde lässt Moos schreiben:

(original in kursiv, die geraden Abschnittsüberschriften wurden  eingefügt):

Gute Unterkünfte für „rund 200“ Flüchtlinge in Meckesheim

Am Mittwoch, 21. September um 19 Uhr, findet in der Auwiesenhalle, Schulstraße, eine Bürgerinformationsveranstaltung zum Thema Flüchtlings- und Asylbewerberunterbringung in Meckesheim statt, zu der die Bevölkerung herzlich eingeladen ist. Neben der in der Dieselstraße geplanten Containerunterkunft, die der Rhein-Neckar-Kreis von einem Investor anmieten will, gibt es auch Informationen zur allgemeinen Lage im Kreis und zu den Unterbringungskapazitäten. Auch wenn derzeit nur wenige Asylbewerber und Flüchtlinge in den Kreis kommen, braucht das Ordnungsamt gute Gemeinschaftsunterkünfte, wie die für rund 200 Personen geplante Wohncontaineranlage eine wäre, erläutert dessen Leiter Stefan Becker, der sich zusammen mit Ordnungsdezernent Christoph Schauder sowie Mitarbeitern der Sozialbetreuung den Fragen der Bevölkerung stellen wird. An der Informationsveranstaltung nehmen zudem Bürgermeister Hans-Jürgen Moos und Vertreter der Gemeindeverwaltung teil.

Meckesheimer Flüchtlingshelfer sollen Neuankömmlingen zu Gute kommen

Ordnungsdezernent Schauder ist der Ansicht,  dass die Integration der Ankommenden und deren Betreuung eine ganz wichtige Aufgabe ist. „Hier leisten die in der Flüchtlingshilfe ehrenamtlich Tätigen in Meckesheim wirklich hervorragende Arbeit“, so Schauder, der sich freuen würde, wenn das auch den Neuankömmlingen zu Gute käme.

Moos macht sich für Information über Flüchtlinge stark

Bürgermeister Moos weiß um die massiven Vorbehalte in Teilen der Meckesheimer Bevölkerung gegenüber der Anlage im Industriegebiet und hat sich daher für eine umfassende und auf kritische Argumente sachlich eingehende Information der Bevölkerung stark gemacht, in der auch wichtige Multiplikatoren wie Vereine und Kirchen eingeladen sind. Es wird vorher informiert, konkret und sachlich. Auch die flankierenden Maßnahmen von kommunaler Seite sollen zur Sprache kommen.

Meckesheim bekommt Männer aus Notunterkünften

Derzeit leben noch rund 1.300 Männer in zu Notunterkünften hergerichteten Gewerbehallen. Diese möchte der Kreis sukzessive leeren, denn dort gibt es kaum Privatsphäre für die Bewohner. Deshalb ist vorgesehen, diese in die künftig fertiggestellten Gemeinschaftsunterkünfte umzuziehen; so werden nach Fertigstellung der Wohncontaineranlage auch Männer aus einer der bisherigen Notunterkünfte in die gut ausgebaute Unterkunft in Meckesheim kommen. Dort ist die Situation wesentlich entspannter, die Betreuung und das Umfeld sind wesentlich besser.

6.200 Flüchtlinge vorläufig untergebracht

Dass derzeit nur wenige Asylbewerber und Flüchtlinge in den Rhein-Neckar-Kreis kommen liegt vor allem an vorerst verringerten monatlichen Zuweisungen durch das Land an diejenigen Kreise, die in den vergangenen Monaten ihre Aufnahmeverpflichtung voll erfüllt haben. Bei einem monatlichen Landeszugang von rund 2.500 Personen hätte der Rhein-Neckar-Kreis eigentlich circa 140 Menschen aufzunehmen, was in etwa einer zusätzlichen neuen Gemeinschaftsunterkunft entspricht. Insgesamt hat der Kreis derzeit rund 6.200 Männer, Frauen und Kinder in der vorläufigen Unterbringung.

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