Die Meckesheimer Zentorte von 0 bis 2016 – Eine Splitter-Chronik

1870

Erwerb des Bürgerrechts, um eine Mönchzeller Bürgerstochter zu heiraten

https://fundsplitter.com/2016/08/07/das-buergerrecht-in-der-alten-kurpfalz-als-nur-die-vollbuerger-die-gemeinde-waren/

Feldbereinigung in Meckesheim

1857

Geurteilt wird beim Amtsgericht Neckargemünd

https://de.wikipedia.org/wiki/Amtsgericht_Neckargem%C3%BCnd

1855

Einwohnerzahlen

Ups, da habe ich  beim ersten Bild die falsche Tabelle erwischt, nämlich die vom Oberamt Heidelberg statt die vom Bezirksamt Neckargemünd. Wird korriegiert 😉 Die anderen Bilder bzw. Tabellen stimmen, also ab den „Tieren“.

1855

Tiere

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Finanzen

1855a

Einnahmen

1855b

1855c

Ausgaben

1855d

1855e

Gemeindevermögen

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Bürgernutzen

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1851

Spaßverbot an Sylvester

https://fundsplitter.com/2016/08/06/wer-an-sylvester-schiesst-muss-ins-gefaengnis-und-darf-an-kerwe-nicht-tanzen-spassverderberei-1851/

1850

Nachtschwärmer und Trunkebolde

https://fundsplitter.com/2016/08/05/gegen-nachtschwaermer-und-trunkenbolde-schon-1850-wurde-an-der-elsenz-ordentlich-gezecht/

1848

Die badische Märzrevolution – Revolutionsführer kam aus Mönchzell

https://fundsplitter.com/2016/08/03/1848-moenchzeller-lobenfelder-spechbacher-schliesst-euch-uns-an/

1845

Quelle: Vollständiges topographisch-justitiarisches Handbuch der Deutschen Bundesstaaten, 1845, Band 2,Teil 2

Topjusti1845

1838

Privatwald

Mönchzell, Mauer

1838 standen in Mönchzell noch 321 Morgen Wald in grundherrlichem Eigentum. In Mauer waren es 120 Morgen Wald. (Arnsperger, Privatwaldungen im Großherzogtum Baden, 1838).

1833

Erste Bürgermeisterwahlen

https://fundsplitter.com/2016/08/05/liste-der-meckesheimer-buergermeister-und-schultheissen/

1819

Sperrstunde im Amtsbezirk

https://fundsplitter.com/2016/08/04/was-unsere-wilden-dorfburschen-von-wiesenbach-bis-wimmersbach-1819-so-trieben/

1819

Als unsere Voreltern erstmals wählen durften

https://fundsplitter.com/2016/08/01/waehlen-konnten-unsere-voreltern-erst-in-badischer-zeit/

1818

Nachtwächter in Meckesheim erhalten Wachhaus

https://fundsplitter.com/2016/08/28/nachwaechter-in-meckesheim/

1808

8000 Badener kämpfen für Napoleon

Die Kurpfälzer sind badische Landeskinder geworden und dürfen nun ihre Haut für Napoleon zu Markte tragen. Der Landesvater nennt sich bis 1806 noch Kurfürst, wird aber bald Großherzog von Napoleons Gnaden. Über 8000 badische Soldaten muss der Großherzog für Napoleon stellen. Das war der Preis für das neu geschaffene Großherzogtum Baden. Die Badener schließen sich am Oberrhein zusammen mit den Bayern der französischen Hauptarmee an. Sie müssen als Deutsche für die Franzosen gegen den Kaiser des früheren Deutschen Reichs kämpfen.

1806

Meckesheim unter Hochwasser

https://fundsplitter.com/2016/08/31/1806-stand-das-hochwasser-in-meckesheim-150-meter-hoch/

1805

Schultheißen

Meckesheim, Mönchzell, Eschelbronn, Lobenfeld, Mauer, Spechbach, Wiesenbach, Waldwimmersbach

Die Schultheißen von 1805 waren in:
Meckesheim: Georg Peter Maurer, 754 Einwohner
Mönchzell: Georg Breiner, 366 Einwohner
Eschelbrunn: Georg Reichart, 490 Einwohner
Lobenfeld: Josef Engel, 123 Einwohner
Mauer: Johann Georg Martin, 565 Einwohner
Spechbach: Martin Ohlhauser, 554 Einwohner
Wiesenbach: Georg Kraus, 349 Einwohner
Waldwimmersbach: Bernhart Würth, 421 Einwohner

(Quelle: Kur-Badischer Hof- und Staats-Calender:1805)

Geborene – Gestorbene Evangelisch-Lutherische

1804

1804

Als der Amtschschimmel noch in Neckargemünd wieherte

https://fundsplitter.com/2016/06/30/als-das-amt-in-neckargemuend-war/

1803 bis 1857

Unter dem Bezirksamt Neckargemünd

https://de.wikipedia.org/wiki/Bezirksamt_Neckargem%C3%BCnd

Baden-1803-1819.png

1803

Das Ende der Kurpfalz

Die linksrheinische Pfalz wird bayerisch und die rechtsrheinische Pfalz (also wir!) kommt zu Baden. Dem badischen Fürstenhaus und dem Markgrafen Karl Friedrich ging ein guter Ruf voraus. Güte und Anteilnahme wurden dem Markgrafen nachgesagt. Letztlich waren waren alle froh, dass das Land endlich zur Ruhe kam. Massenhafte Durchzüge von Soldaten, ihre Einquartierungen, die Plünderungen und das Einziehen von Kontributionen hatten die Leute arm gemacht und das Land verwüstet. Die Kurpfälzer, die jetzt Badener waren, wünschten sich nur eins: Frieden. Napoleon und die deutschen Fürsten hatten einen ordentlichen Tauschhandel vollzogen. Die deutschen Kleinstaaten, die kirchlichen Gebiete und die Reichsstädte waren die Handelsware. Der Friedenswunsch der Badener sollte aber nicht in Erfüllung gehen. Napoleons Wunsch, dass sie sich mit ihm gegen Österreich verbünden mögen, war den deutschen Fürsten nämlich Befehl. Jeder wusste, wenn Napoleon Österreich besiegen würde, gäbe es keinen deutschen Kaiser und kein Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation mehr.

1802

Die Kurpfalz vor ihrem Untergang

„Der Untergang der Kurpfalz“ heißt ein historischer Roman von Wolfgang Vater, der die Lebensgeschichte der Freunde Peter und August aus Heidelberg und die Lebenzeit der beiden von 1730 bis 1809 erzählt. Das Buch ist im Mannheimer Wellhöfer Verlag erschienen und schildert anschaulich die dramatischen Ereignisse, die zum Ende der Kurpfalz führen.

1802

Unsere Region lag im Osten des Kurfürstentums Pfalz. 1802

Am 25. September 1802 schlugen badische Dragoner am Heidelberger Rathaus das Besitzergreifungspatent an. Was war aus den einst stolzen Kurpfälzern geworden? Die Bevölkerung nahm das Ende der Kurpfalz gleichmütig hin. Kein Murren, keine Freude. Man wollte nur eines – Frieden.

1799

Das französische Revolutionsheer zieht durchs Land

Truppen des französischen Revolutionsheeres ziehen durch Kurpfalz und besetzen u.a. auch Heidelberg

Am 16. Februar 1799 um 15.21 Uhr starb Carl Theodor, der Fürst mit den zwei Kurhüten, an einem Schlaganfall. Die Kurpfälzer und Bayern trauerten nicht allzu sehr um ihn.Die Frage war nun, was sein Nachfolger, nämlich der Pfalz-Zweibrückener Maximilian Josef, mit dem verbliebenen Rest der Kurpfalz anfangen würde. Die linksrheinische Kurpfalz gehörte jetzt nämlich den Franzosen. Was war in den letzten zwei Jahren geschehen? Die Gefechte zwischen den Kaiserlichen und den Franzosen waren lange Zeit hin und her gegangen. Mit Napoleon, der sich als junger General an die Macht geputscht hatte, begannen die Siege der Franzosen. Seine Siege in Italien führten 1797 zum Frieden von Campio Formo, den Napoleon mit österreichischen Kaiser Franz II. schloss. Darin hatte der Kaiser in einem Geheimartikel der Abtretung des linken Rheinufers an Frankreich zugestimmt.

In einer Religionsdeklaration setzte der neue Kurfürst Maximilian Joseph zunächst der Bevorzugung der Katholiken ein Ende. Den reformierten und lutherischen Untertanen der rechtsrheinischen Pfalz wurde völlige Religions- und Gewissensfreiheit garantiert. Bei der Besetzung der Staatsämter sollte nur noch auf das Können und nicht mehr die Religion entscheiden. Der Thronwechsel hatte keinen Einfluss auf den Fortgang des Krieges. Die Franzosen wie die Kaiserlichen versorgten sich nach wie vor aus dem Land. Felder wurden verwüstet, Vieh beschlagnahmt und Häuser verbrannt. Es herrschte eine kaum vorstellbare Not. Die Fanzosen rückten entlang der Bergstraße auf Heidelberg zu. Es kam zum Heidelberger Brückensturm, bei dem die Franzosen sieben Mal über die Neckarbrücke gegen das Brückentor anrannten und jedes Mal zurückgeschlagen wurde. Die Österreicher räumten Heidelberg aber freiwillig, weil sie Befehl erhielten sich still und heimlich ins österreichische Hauptquartier nach Wiesloch zurückzuziehen. Sie umwickelten die Räder ihrer Kanone und die Hufe der Pferde mit Stroh und Lappen. Gegen drei Uhr morgens schlichen sie wie Diebe lautlos aus der Stadt. Heidelberg wurde von den Franzosen, die ihr Glück erst gar nicht fassen konnten, erbarmungslos geplündert.

1795

Schlacht von Handschusheim

Die Franzosen waren aus dem Krieg gegen das revolutionäre Frankreich ausgeschieden und hatten mit den Franzosen einen Separatfrieden geschlossen. Der französischen Haptarmee glückte der Rheinübergang bei Düsseldorf. Das hatte fatale Folgen; denn die Festung Mannheim war nur durch eine kleine pfälzisch-bayerische Garnison geschützt. Ds nutzte die im Elsass stehende französische Rheinarmee aus und forderte Mannheim zur Kapitulation auf. Die Übergabe Mannheims an die Franzosen veranlasste die Kaiserlichen, ihre in Heidelberg befindlichen Magazine fieberhaft zu räumen. Das war dringend geboten, denn schon zwei Tage später rückten von Mannheim her zwei französische Divisionen rechts und links des Neckars gegen Heidelberg vor. Die Franzosen ließen den Kaiserlichen, die eine Verteidigungslinie aufbauen wollten, keine Zeit und drängten sie schon am folgenden Tag bis nach Handschusheim zurück. Die Franzosen wollten den Durchbruch nach Süddeutschland erzwingen und bis nach Wien marschieren. Es kam zur Schlacht um Handschusheim. Der Tapferkeitsschnaps machte den Franzosen Mut. Ihr Schlachtruf war „ES lebe die Republik“ und „Nieder mit den Tyrannen“. Es waren aber die Österreicher die gewinnen sollten. Ob das nun ein Segen für die Pfalz war und welche Folgen Sieg der Österreicher bei Handschusheim haben würde, stand in den Sternen.

Die Kaiserlichen befreien Mannheim

von den Franzosen

1793

Jagd auf die Republikaner

Das Unglaubliche, das Unvorstellbarste war geschehen: Die Franzosen hatten ihren König am 21. Januar 1793 öffentlich hingerichtet. Auch in der Kurpfalz verbreiteten sich die republikanischen Ideen. Doch die Reaktion der Fürsten blieb nicht aus.

Preußische und österreichische Husaren durchkämmten die pfälzischen Dörfer und machten Jagd auf die Republikaner. Die Anhänger der französischen Revolution, die Freiheitsbäume aufgestellt hatten, mussten diese wieder entfernen. Dabei setzte es Stock- und Säbelhiebe und gehörte zur Belustigung dazu. Das Denunziantentum blühte.

Das Kriegsglück wogte hin und her. Im Sommer stabilisierte sich die die militärische Lage in der vorderen Pfalz so, dass die Kurfürstin sogar wieder in ihre Sommerresidenz nach Oggersheim übersiedeln konnte. Im hinteren Teil der Pfalz hingegen tobte der Krieg gegen die Franzosen weiter. Aber das Kriegsglück dauerte nicht lange. Gegen Jahresende brach mit dem erneuten Abzug der Preußen die Front wieder zusammen. Die Kaiserlichen blieben allein als Kriegsführende übrig. Die französische Revolutionsarmee war dabei, in der linksrheinischen Pfalz ihr Winterquartier einzurichten.

1792

Die Kurpfalz im Weltgeschehen

Kaiser Leopold, der Österreicher, ist gerade gestorben. Sein Bruder, Franz der Zweite, wird neuer Kaiser. Zusammen mit den Preußen will Franz II. mit einem starken Heer nach Frankreich marschieren, die Revolutionäre zur Raison bringen und seine Schwester Marie Antoinette und ihren Mann Ludwig XVI. wieder auf den Thron setzen. Die Franzosen erklären den Monarchisten und allen die sie unterstützen den Krieg.

Carl Theodor, der Kurfürst von Pfalz-Bayern und vielen Nebenlanden vertritt eine eigene Position. Wenn die Österreicher und Preußen gegen Frankreich marschieren, müssen ihre Horden durch seine schöne Heimat, die Kurpfalz. Sie werden sich in Mannheim einnisten und die Rheinbrücke benutzen. Das passt ihm gar nicht. Er will deshalb Pfalz-Bayern für neutral erklären.

Er hat die Rechnung aber ohne den neuen Kaiser gemacht. Karl der Zweite erklärt den Krieg gegen die Franzosen zum Reichskrieg. Jetzt muss sich Carl Theodor daran beteiligen, den Kaiserlichen die Festung Mannheim überlassen und sie über seine Rheinbrücke ziehen lassen.

Die Kaiserlichen und die Preußen treffen auf die Franzosen. Der Ort heißt Valmy. Es ist der 20. September 1792. Das Unerwartete tritt ein. Die Franzosen halten den Preußen und Österreichern stand. Der Vormarsch ist gestoppt. Die Preußen ziehen sich sogar zurück. Die Österreicher folgen ihnen und überlassen den Franzosen die Pfalz.

Die Franzosen sind die Sieger und bringen den Pfälzern die Freiheit. Mainz und andere Städte und Dörfer links des Rheins sind in französischer Hand. Alle Pfälzer sollen auf ihren Marktplätzen einen Freiheitsbaum errichten und mit den Franzosen feiern. Das Volk braucht keine Könige, Grafen und Hofschmarotzer mehr. Wir regieren uns selbst. Wir sind jetzt Republikaner. Republikanische Pfälzer danken den Franzosen, die sie vom Joch der  Fürsten und Kirchen erlöst und den Pfälzern gezeigt haben, dass es seine bessere Welt gibt. Doch die Franzosen bringen nicht nur die Freiheit. Sie wollen auch etwas haben – den Rhein als Grenze.

1790

Kurfürst Carl Theodor als Reichsvikar

Schon bald kamen die ersten Emigranten aus Frankreich nach Mannheim. Drei- bis viertausend waren es inzwischen und der Zustraum dauerte an. Die Befürchtungen des Pfälzer Statthalters, dass der Gedanke der Revolution über die Grenze schwappen und die ganze Pfalz in den Strudel mit hineinreißen würde, bewahrheitete sich nicht. Weder in den Städten noch auf dem flachen Land, kam es zu Aufständen. Die Bauern begehrten zwar in manchen Orten lauthals auf und verjagten den einen oder anderen Regierungsbeamten oder Domänenverwalter. Nicht wegen hochpolitischer Gründe, sondern einzig und allein, weil die Bauern zu wenig Holz bekamen und das herrschaftliche Wild ihre Felder abfraß. Nachdem überall kurzfristig Abhilfe geschaffen worden war, ging es im alten Trott weiter. Grundlegende Änderungen gab es nirgends in der Pfalz.

Kaiser Joseph II., der Sohn Maria Theresias starb. Ein neuer Kaiser musste gewählt werden. In der Zwischenzeit übte der pfalzbayerische Kurfürst Carl Theodor das Amt des Reichsvikars aus. Bis zur Wahl des neuen Kaisers war Carl Theodor somit Stellvertreter des Kaisers im Westteil des Reiches und somit mit allen kaiserlichen Rechten ausgestattet. Da Carl Theodor als Schürzenjäger viele nichteheliche „Bankert“ in die Welt gesetzt hatte, brauchte er Geld für sie. Es war allen klar, dass er als Reichsvikar die Gelegenheit nutzen würde um Titel für teures Geld zu verkaufen. Ein Adelsdiplom kostete 400 bis 500 Gulden, ein Freiherrenbrief 600 bist 700 Gulden, die Grafung 900 bis 1000 Gulden.

Anhänger der französischen Revolution mussten in der Pfalz sehr auf der Hut sein. Die geheime Staatspolizei hatte ihre Augen und Ohren überall. Trotzdem bestanden zwischen Frankreich und der Pfalz noch ausgezeichnete wirtschaftliche Beziehungen. Die Pfälzer lieferten Weizen und die Franzosen zahlten sehr gut. Die Franzosen verteilten über Werber Flugblätter in der Pfalz, in denen sie die deutschen Nachbarn aufforderten die Ketten der Sklaverei zu sprengen und das Joch der Tyrannen abzuwerfen. Die Pfälzer wurden aufgefordert, sich nicht von den Herrschenden gegen die Franzosen aufhetzen zu lassen, sondern sich mit den Franzosen gegen die Herrschenden zu verbünden.

1789

Spitzel und Zuträger

Während in Paris die Bastille gestürmt wurde, verließ Kurfürst Carl Theodor die Kurpfalz. Eine Münchener Delegaton hatte ihn kniefällig um die Rückkehr nach München gebeten. Damit er immer weiß, was seine Pfälzer über ihn denken, hat er den sogenannten Sicherheitsdienst eingerichtet. Ein Heer von Spitzeln und Zuträgern überwacht die Menschen. Ein unbedachtes Wort und man wird zu den Ratten in den Kerker, z.B. auf dem Dilsberg oder den Brückenturm in Heidelberg gesperrt.

1784

Fürchterliches Hochwasser

Es kommt zu einem fürchterlichen Hochwasser, das in Heidelberg fast vierzig Häuser zerstört und den Großteil der Neckarbrücke wegreißt.

Kurpfalz hat 121.300 Einwohner

1784 hatte die rechtsrheinische Kurpfalz etwa 22.600 Familien mit 121.300 „Seelen“ (ohne die kleinen Oberämter Ötzberg und Umsadt).

1778

Uneheliche Schwangerschaft vor Gericht

https://fundsplitter.com/2016/07/29/eine-moenchzellerin-1778-vor-gericht-straftat-ledig-und-schwanger/

1777

Agrarreformer Spring schafft Mustergut Mönchzell

Unter den Freiherren von Uexküll führte deren Amtsmann Johann Ludwig Spring in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts auf dem Mönchzeller Schloss vorbildliche Agrarreformen durch, die das Mustergut Mönchzell weithin zum Vorbild einer vorbildlichen Landwirtschaft machten.

1772

Lepra

In der Kurpfalz gibt es noch Leprakranke

1767

Reformierte erstarren in Kirchenordnung

In den reformierten Kirchengemeinden schieben sie formale Dinge mehr und mehr in den Vordergrung. Der ehemals so kraftvolle Glaube ist zu einer kleinlichen Hüterin der Kirchenordnung geworden.

1763

Kurpfälzer Herbst

Der Herbst ist wunderschön. Er ist in der Kurpfalz eine ganz besondere Jahreszeit. Die Landschaft gleicht im Herbst der Toskana. Es fehlen nur die Pinien und Zypressen. Die Trauben reifen und der neue Wein samt Zwiebelkuchen lässt die Herzen höher schlagen.

1761

Arbeiter erhalten die Peitsche

Arbeiter werden wie Leibeigene behandelt. Mit der Peitsche wird nicht gespart.

1753

Verwüstungen, Not und Elend

Der „Österreichische Krieg“ war seit fünf Jahren beendet. Im Grunde hatte halb Europa miteinander Krieg geführt. Wie immer wollte jeder dem anderen etwas wegnehmen. Eine Frau, ein Stück Land oder sonst was. Das Ergebnis der achtjährigen Kampfhandlungen war für die Kurpfalz nichts als Verwüstungen, Not und Elend. Die Preußen durften Schlesien, das sie den Österreichern weggenommen hatten, behalten. Außerdem stieg Preußen neben Frankreich und Österreich zur dritten Großmacht in Europa auf. Russland hatte Lunte gerochen und versuchte nun ebenfalls, seine Macht und seinen Einfluss auszudehnen. England und Frankreich bekämpften sich nicht nur in Europa, sondern auch in Übersee. Die Welt war kompliziert geworden. Frankreich schließlich verlor den Großteil seiner Kolonien in Nordamerika und Indien an England. Sonst blieb alles beim Alten. Außer dass der Kurfürst Freundschaftsverträge mit den Franzosen abgeschlossen, viel Geld erhalten und dafür seine Regimenter dem Franzosenkönig Ludwig XV. überlassen hatte. Die Pfälzer lagen die ganze Zeit im Elsass in der Garnison.

1746

Vom Weinbau in Meckesheim

https://fundsplitter.com/2016/09/01/vom-meckesheimer-weinbau/

1745

Maria Theresia in Heidelberg

1745 besuchte die österreichische Kaiserin die Kurpfalz. Kurz die Hintergründe: Der Vater Maria Theresias, Kaiser Karl VI., wollte seine Tochter als Nachfolgerin auf den Thron setzen. Dagegen gab es Widerstand. Vor allem aus Bayern, weil der bayerische Kurfürst Karl Albrecht selbst Anspruch auf die Kaiserkrone erhob und in der Tat wurde dann auch der Bayer zum deutschen Kaiser Karl VII. gewählt. Er regierte aber nur kurze Zeit. Maria Theresia besetzte Bayern und vertrieb den Kaiser aus München. Er musste in Frankfurt im Exil leben. Im Januar 1745 starb er und Maria Theresia ließ ihren Mann, den Herzog von Lothringen, zum Kaiser wählen. Und warum kamen die beiden nun nach Heidelberg? Ganz einfach. Bei der Wahl hatten unser pfälfzischer Kurfürst mit den Preußen die Zustimmung für Marias Lothringer verweigert. Sie betrachteten  ihn nicht als ihren Kaiser. Maria Theresia befürchtete daher, dass unser Kurfürst Carl Theodor selbst gerne Kaiser werden wollte. Zur Einschüchterung ließ sie ihr Militär in der Kurpfalz aufmarschieren. Im Heidelberger Schloss befand sich das österreichische Hauptquartier.

1736

Meckesheimer Grenzbesichtigung

https://fundsplitter.com/2016/09/04/vor-240-jahren-meckesheimer-grenzbesichtigung/

1727

Bau der Meckesheimer Zehntscheuer

https://fundsplitter.com/2016/08/31/der-zehnte-in-meckesheim/

1722

Die große Meckesheimer Brandkatastrophe

https://fundsplitter.com/2016/09/01/in-6-jahren-feiert-meckesheim-seine-1200-jahrfeier-es-jaehrt-sich-aber-auch-zum-300-mal-die-brandkatastrophe-von-1722/

1720

https://fundsplitter.com/2016/08/23/warum-der-kurfuerst-von-heidelberg-nach-mannheim-zog/

 

1596

Erdbeben und Pest

1596 ist am 16. August zur Geburtsstunde des Pfalzgrafen  Friedrichs V. ein Erdbeben zu spüren. Die Pest rafft jeden sechsten Bürger dahin. So sterben in Heidelberg 1100 Menschen.

1595

Pest und Hochwasser

1595 tritt die Pest wieder auf.  Die Flüsse und Bäche führen Hochwasser.

1593

Kometenjahr

1593 erscheint schon wieder ein Komet.

1591

Böses Omen

1591 erscheint eine feurige Rute über dem Heidelberger Schloss. Zur selben Zeit beißt der Löwe im Löwenzwinger die Löwin tot. Das Volk sieht darin ein böses Omen wegen der zerütteten Ehe zwischen Kurfürst Johann Casimir und seiner Frau Elisabeth. Die Frau war ein Jahr vor dem Löwendrama gestorben und Johann Casimir folgte ihr 1592 nach.

1582

Wieder ein Pestjahr

Die Pest tritt wieder auf.

1580

Wieder ein Seuchenjahr

1580 bricht trotz des fruchtbaren Jahres und der guten Ernährung der Bevölkerung eine Seuche aus.

1578

Seuchen-Komet

Am 1. November 1578 erscheint ein Komet und wird mit dem Ausbruch einer Seuche in Zusammenhang gebracht.

1572

Ketzerverfolgung

1572 wird der Ladenburger Geistliche Johann Sylvan als Ketzer am 23. Dezember auf dem Marktplatz in Heidelberg mit dem Schwert hingerichtet

1569

Harter Winter, Hagel im Frühjahr

1569 folgen auf einen harten Winter im Frühjahr schwere Hagelschläge.

1565

Strenger Winter

1565 bringt einen strengen Winter. Der Neckar führt Hochwasser mit Eisgang, bei dem die Heidelberger Brücke weggetragen wird. In der großen Kälte, die bis Mai anhält, erfrieren die Nußbäume und die Reben.

1562

Pest

1562 bis 1563 wütet die Pest.

1560

Pest und Feuer am Himmel

1560 wütet die Pest. „Ein Feuer am Himmel“ (Nordlicht) wird als böses Zeichen gedeutet.

1558

Komet als Todesbote

1558 tritt ein Komet auf. Er wird als Vorzeichen für den Tod des Kurfürsten Ottheinricht gedeutet, der 1559 stirbt.

 

1556

Die vier Meckesheimer Erbbestandsgüter

https://fundsplitter.com/2016/09/02/die-meckesheimer-erbbestandsgueter/

Zwölf-Tages-Komet

1556 erscheint beim Regierungsantritt von Kurfürst Ottheinrich ein Komet auf die Dauer von 12 Tagen.

 

1555

Bau des Mönchzeller „Schlosses“

Georg von Zandt (1555 bis 1598), der als die Bauern malträtierender „Reiter-Jörg“ in die Mönchzeller Ortsgeschichte einging, baute das sogenannte Schloss aus eigenen Mitteln neben dem damaligen alten Burgstadel auf und erreichte dadurch gegenüber den Landgrafen von Hessen die Umwandlung des bisherigen Mannlehens Mönchzell in ein Erblehen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_M%C3%B6nchzell

https://books.google.de/books?id=zg9AAAAAcAAJ&hl=de&pg=PA456&img=1&zoom=3&sig=ACfU3U2xi7I3H89VLexlI7jdOqGRXn6z-A&ci=130%2C146%2C823%2C472&edge=0

Ritterkanton KraichgauDas Siegel der Reichsritterschaft Kraichgau, dem auch die Ortsherren von Mönchzell, z.B. die Freiherren von Zandt und von Uexküll angehörten. Sie ging aus der Turniergesellschaft zum Esel hervor, wie man aus dem Esel im Siegel noch erkennt.

Pest

1555 wütet die Pest und es gab unzeitigen sauren Wein.

1554

Kalter Winter

1554 sind in dem kalten Winter die Flüsse und Bäche bis zum März zugefroren. An Fastnacht liegt der Schnee noch sehr hoch.

1553

wütet die Pest

1552

Unwetter, Erdbeben, schwarze Vögel

Am 16. Februar starkes Unwetter. Am 26. Februar morgens Erdbeben. Es fallen unbekannte Vögel in das Land ein. Die Bauern zünden Feuer an, braten und verzehren die spatzengroßen Eindringlinge.

1551

Schnee im September

Auf Michaeli (29. September) fällt knietiefer Schnee, ohne jedoch den Reben Schaden zuzufügen.

Erdbeben im Oktober

Am 6. Oktober bebt die Erde

1550

Schäferei in Meckesheim

https://fundsplitter.com/2016/08/29/die-steiglustigen-und-die-schaeferei-zu-meckesheim/

1547 bis 1548

wütet die Pest

1544

Vier Finsternisse

1544 waren hintereinander vier Finsternisse, eine Sonnen- und drei Mondfinsternisse.“Das war seit Karl dem Großen nicht mehr da.“

1539

Sonnenfinsternis und Todsaufwein

Zur Zeit des Sonnenaufgangs war starke Finsternis, mindestens zwei Stunden lang.

Der Wein gedieh so gut, „daß sich vile zu Tode soffen“. 1540 war ebenfalls ein gutes Weinjahr, so dass die Fässer teurer waren als ihr Inhalt. Man trinkt für zwei Heller bei den Wirten in Neustadt „den ganzen Tag soviel man mag.“

1537

Ein Blitzschlag

zerstört das „Alte Schloß“ über Heidelberg

1533

Orkan

Am 21. Februar 1533 „ist allenthalben im deutschen Land ein unerhörter Wind geweßt, viel unzelig bäumen umbgeworfen und sunst groß Schaden gethan“

1529

Mönchzell wird lutherisch

https://fundsplitter.com/2016/08/09/die-lutheraner-in-meckesheim-moenchzell-und-umgebung/

Englischer Schweiß

Eine unbekannte Krankheit „Englischer Schweiß“ genannt, tritt auf.

Wiedertäufer-Wein

Der Wein gedieh schlecht und wurde mit Wasser gepanscht, weshalb er „Wiedertäufer“ heißt. Reichlich mit Wasser waren auch die Bäche und Flüsse versorgt.

1527

Komet des Unheils

Es „erscheint in fast ganz Europa ein erschröcklicher Comet“

Tödliche Junihitze

Am 25. Juni 1527 „ist ein sehr warmer Tag gewesen, sind 30 todt zwischen Heidelberg und Heppenheim erstickt und ob die 20 von Gäulen gefallen“

1525

Erdbibbern

23. März 1525: „Des Morgends früh zwischen 5 und 6 Uhr ist ein großes Erdbibbern gewesen, ist ein schöner Tag mit ziemlichem Wind gewesen. Bald danach haben sich die Bauern allenhalben empört.“

1513

Grimmige Kälte reißt Bäume auf

1513 bringt eine grimmige Kälte, so dass die Bäume aufreißen und der Wein in den Fässern gefriert

1503 bis 1507

Kriegsjahre

Bayerisch-pfälzischer Erbfolgekrieg

 1502

Die Pest bricht aus

1501

Blutregen

1501 regnet es rote Kreuze (jedenfalls in Heidelberg), die erst 9 Tage später von den Kleidern verschwinden. Diese unerklärliche Erscheinung, der sogenannte „Blutregen“, wird als Vorbote der Pest gedeutet.

1496

https://fundsplitter.com/2016/07/29/moenchzell-1496-im-reisebericht-des-wormser-bischofs

1474

Erste Mühle in Meckesheim „Im Rauhen Tal“ an der Lobbach

https://fundsplitter.com/2016/09/03/von-den-muehlen-in-meckesheim/

1460

Großer Hagel

1460 „war zwischen ein und zwei Uhr der große Hagel.“

1458

Hochwasser

1458 beginnt mit einem Hochwasser im März.

1452

Ausbruch der Pest

1443

Ausbruch einer unbekannten Seuche

1440

Erstmals erscheinen Zigeuner

1440 erscheinen erstmals Zigeuner. Der Rat von Speyer hat das unwillkommene, fahrende Volk über den Rhein verjagen lassen.

1439

Langer Winter und Pest

1439 herrscht ein langer und kalter Winter und die Pest.

1436

Kälte, Krankheiten, Tod

1436 bringt eine grimmige Kälte und Krankheiten.

Menschen sterben beim Niesen.

1423

bringt Hochwasser

1426

Gutes Erntejahr

1423

herrscht grimmige Kälte.

1420

Warmer Winter

1420 war ein warmer Winter und die Bäume begannen früh zu blühen.

 

1401

Regen und Hungersnot

1401 vernichtet ein lange dauernder Regen einen großen Teil der Ernte. Die Folge war eine Hungersnot.

1400

Kälte

1400 lang anhaltende Kälter.

Hochwasser mit Eisgang trägt die Heidelberger Brücke weg.

1397

Gesegnetes Jahr

1397 ist ein fruchtbares und gesegnetes Jahr.

1392

Frost

1392 lässt der Frost im Herbst die Weintrauben gefrieren, „so daß sie mit dem Stössel zerdrückt werden müssen. Der Wein schmeckt wie Saft von den Holzäppeln“

1391

Geißelbrüder

ziehen auf das Michaelskloster bei Heidelberg und verursachen Unruhe.

1390

Weinjahr

1390 wächst ein vortrefflicher Wein

1382

Seuchenjahr

„1382 beginnt wieder ein große Sterben im Land.“

1374

Hochwasser

1360

Heuschrecken wie Schnee

„In dieser Zeit schickte der Herr eine neue Plage auf das Erdreich, sonderlich nach Deutschland. Es waren Heuschrecken. Die kamen und flogen in so dichten Schwärmen, daß es schien, als sei viel Schnee gefallen.

1357

bebt die Erde

erneut

1356

Ein Erdbeben

ängstigt die Menschen

1349

Schutzjuden

Aufnahme der vertriebenen Juden durch Kurfürst Ruprecht I. von der Pfalz als „Schutzjuden“. Man erhoffte dadurch einen Aufschwung von Handel und Wirtschaft in der Pfalz, vor allem in Heidelberg. Hier waren sie auch nicht in einem Ghetto untergebracht.

1348

Erdbeben, Seuchen, Judenverfolgung

Erdbeben.

Ausbruch des „großen Sterbens“, das „in Asien bei den Indianern durch giftige Dämpfe begann.“

In Italien, Frankreich, Ungarn, Polen und Deutschland beginnt man, die Juden zu verfolgen.

 

1340

Hochwasser und Heuschrecken

1340 zerstört Hochwasser die Brücke bei Heidelberg.

Schwärme von Heuschrecken fallen in das Land ein. Die Bittprozessionen können die Plage nicht abwenden, aber Dohlen, Krähen und Störche machen ihr schließlich ein End.

1337

Komet

1337 erscheint im Juni, Juli und August ein Komet.

1316

Pest und Teuerung

1316 mangelt es durch den Pesttod an Bauern zum Bestellen der Felder. Die spärliche Ernte kann kaum eingebracht werden, es kommt zu einer großen Teuerung.

1315

Dauerregen

vernichtet die ganze Ernte.

1314

bringt eine große Dürre

und in ihrer Folge eine Hungersnot

1313 bis 1666

Wütet die Pest in der Kurpfalz

Zweimal die Zahl 13 in der Jahreszahl ist ein böses Omen.

https://fundsplitter.com/2016/08/04/der-schwarze-tod-hatte-die-kurpfalz-im-wuergegriff/

1310

Grimmige Kälte

zu Jahresbeginn

1309

erbebt die Erde

1308

Neckarbrücke fiel Eis zum Opfer

Februar 1308: „Auf diesen Tag hat das Neckereis die ganze Brücke zu Heidelberg mit Macht hinweggeführet“

1306

Hochwasser

Hochwasser mit Eisgang auf Rhein, Main und Neckar

1292

Grimmiger Winter

1289

Zu Weihnachten grünen Bäume, Erdbeeren im Februar

1289 bringt einen milden Winter ohne Schneefall, zu Weihnachten grünen Bäume, im Hornung (Februar) sind Erdbeeren reif, im April blühen die Reben, jedoch im Mai fällt Schnee, so daß Obst und Reben erfrieren.

1288

Feuersbrunst und Hochwasser

Abermals eine Feuersbrunst in Heidelberg.

Hochwasser zerstörte die Neckarbrücke.

1278

Hochwasser

„Auch wurde die Stadt Heidelberg noch in diesem Jahr durch eine Feuerstbrunst heimgesucht, welche so entstetzlich wüthete, daß nicht ein einziges Haus übrig bliebe.“

1275

Dauerregen

1275 regnet es von Mai bis in den Herbst. Die Folgen sind Hochwasser, eine schlechte Ernte und saurer Wein.

1263

Ein Komet erscheint

1253

Orkan und Faustrecht

1253 bringt ein Orkan viele Häuser zum Einsturz.

Während des Interregnums herrscht überall das Faustrecht. „Das Räuberunwesen nimmt bei Edlen und Unedlen zu.“

1248

Hungersnot

1248 kommt es zu einer Hungersnot. „Selbst Wohlhabende verlassen in Armut das Land.“

1241

Sonnenfinsternis

Am 6. Oktober 1241 beunruhigt eine Sonnenfinsternis die Menschen.

1227

Pest

1227 tritt die Pest erneut ab

1225

Ausbruch einer großen Hungersnot

1223

Ausbruch der Pest

1222

Erdbibbern

„Erdhebungen“ und „Erdbibbern“, also Erdbeben beunruhigen die Menschen.

1200 bis 1300

Die Pfalzgrafschaft wird wittelbachisch und die pfälzischen Territioren sollen über 700 Jahre in der Hand der bayerischen Wittelsbacher bleiben. Das ruft die Staufer auf den Plan. Der Wimpfener Bannforst vor den Toren Heidelbergs wird Königsland und mit Reichsstädten wie Neckargemünd, Sinsheim oder Waibstadt und Reichsburgen gegen die Pfalzgrafschaft am Rhein gesichert. Ein Jahrhunderte währendes Tauziehen um das Land an Elsenz und unterem Neckar nimmt seinen Anfang.

https://fundsplitter.com/2016/07/24/reichsland-an-elsenz-und-neckar-im-13-jh/

1200

Um 1200: Die Pfalzgrafen als Herren an der Elsenz

https://fundsplitter.com/2016/07/11/1200-die-pfalzgrafen-als-neue-herren/

1194

Dürre, Hagel, Brände

1194 verzeichnen die Chronisten große Hitze und Dürre auf den Feldern.

Ungewitter mit Schlossen (Hagelkörner) wie Hühnereier zerschlagen den Rest der Ernte.

Raben tragen aus Waldbränden glühende Zweige auf Strohdächer, die zu brennen beginnen.

1187

Ernte schon im Mai

1187 ist es schon zu Jahresbeginn warm. Die Bäume beginnen auszuschlagen, im Hornung (Februar) hatten die Äpfel bereits volle Größe. Wein und Getreide gedeihen vortrefflich. Im Mai kann man die Ernte einfahren. Im August hatte man schon neuen Most, die Reben gedeihen prächtig und liefern einen guten Wein.

1186

Sonnenfinsternis und „großes Sterben“

1186 kommt es zu einer Sonnenfinsternis. Die Ursache für das „große Sterben“ sieht man in dem „gelinden warmen Wetter.“

1135

Große Dürre und Waldbrände

1133 herrscht große Dürre. Die Flüsse trocknen aus. Waldbrände entstehen dadurch, dass der Zunderschwamm, der von den Bäumen fällt, sich vom selbst auf der heißen Erde sofort entzündet.

1133

Sterne am Tag

1133 ereignete sich eine Sonnenfinsternis, so dass man am Tage die Sterne sehen konnte.

1125

Ein großes Sterben von 1/3 der Bevölkerung

1125 herrschte grimmige Kälte mit Hungersnot und einem „großen Sterben“ unter Mensch und Vieh. Fast 173 der Bewohner der betroffenen Gebiete soll umgekommen sein.

1124

„Fast eine Sindflut“ und grimmige Kälte

1124 ereignen sich eine Sonnenfinsternis und ein Unwetter „wobei fast eine Sindflut zu beförchten. Das Jahr nahm sein Ende mit einem sehr tiefen Schnee und überaus kaltem Winter, wodurch viel Menschen auf dem Felde umkamen, vieler armer Leute Kinder erfrohren, die Vögel aus der Luft tod herunter fielen, die Fische unter dem Eis erstickten und die Aale, so der grimmigen Kälte halber aus dem Wasser sich ins Heu verkrochen, erfrohren.“

1000

Worms beherrschte bis 1200 den Urwald bei uns

Von 1000 bis 1200 gehörte unsere Region dem Wormser Hochstift. Die sächsischen Ottonenkönige hatten um 1000 den „Wimpfener Bannforst“, die Region zwischen Neckar, Elsenz und Lein, den Wormser Kirchenmännern geschenkt. Und genau da drin liegt nicht nur Mönchzell, sondern zum Beispiel auch Meckesheim, Eschelbronn, Mauer, Lobenfeld, Waldwimmersbach, Haag, Wiesenbach, Spechbach, Neckargemünd, Sinsheim, Eppingen, Bad Wimpfen und wie sie heute alle heißen. Damals gab es dort nur Wald und alles war menschenleer.

https://fundsplitter.com/2016/07/10/moenchzell-gehoerte-dem-hochstift-worms/

821/822

Viele Menschen und Tiere erfrieren

Der Winter 821/22 ist in Europa extrem streng. Rhein, Donau, Elbe und Seine sind monatelang von Eis überzogen. Viele Menschen und Tiere erfrieren. Kaiserin Judith, die zweite Frau Ludwig des Frommen hilft den Menschen, wofür ihr der Abt von Fulda, Rabanus Maurus und der Dichtermönch Walahfrid Strabo mit wunderschönen Versen danken, die in die Literaturgeschichte eingehen werden.

792/793

Hungersnot im ganzen Frankenreich

(außer Italien)

0

Vicus Nediensis

Die auffallenden römischen Fundverdichtungen bei Lobenfeld, Spechbach und Mönchzell sprechen dafür, dass der römische „Vicus Nediensis“ hier zu lokalisieren ist. Es wurden zwei Steine mit der römischen Inschrift gefunden. Der Vicus Nediensis wird auf einer römischen Inschrift von Mönchzell genannt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Vicus_Nediensis

 

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