Was das alte Geld wert war – Aus Zuzenhausener Listen von 1738

Die „Währung“ in der Kurpfalz war 1739 der Gulden.

  • 1 Gulden (abgekürzt: 1 fl) waren 60 Kreuzer (abgekürzt: 60 x). 1 fl = 60 x
  • 1 Kreuzer waren 3 Denare oder 3 Pfennige (abgekürzt: 3d).  1 x = 3 d
  • 1 Rheinischer Thaler = 1 fl. 30 x

Allerdings darf man sich das nicht so vorstellen, dass immer in Gulden wie heute in Euro gezahlt wurde. In allen deutschen Territorien wurde mit Reichs-, Landes- und ausländischen Münzen bezahlt. Der Gulden war keine Münze, sondern nur ein Rechnungswert, den man in allen zugelassenen in- und ausländischen Münzsorten begleichen konnte. Reichsmünzen waren nach der Reichsmünzordnung von 1559 ausgebracht, die Schrot (Feingehalt) und Korn (Gewicht) regelte. Jetzt wisst ihr auch, wo der Ausdruck „von echtem Schrot und Korn“ herkommt. Da ist der Inhalt wirklich wert, was drauf steht. Für die Landesmünzen, die von allen Kurfürsten ausgebracht werden konnten, galt dasselbe. Ausländische Münzen waren in der Kurpfalz vor allem französische. Man musste die Umrechnungswerte also genau im Kopf haben.

Die Zuzenhausener Vergleichswerte von 1738 (Quelle: 229/118810, 118812 Zuzenhausener Inventare):

  • Eine alte Kuh kostete 15 fl.
  • Eine junge Kuh kostete 18 fl.
  • Ein Rind von einem halben Jahr kostete 5 fl.
  • Ein halbjähriges Schwein kostete 5 fl.
  • Eine alte Gans kostete 20 x
  • Ein altes Huhn war für 12 x zu haben
  • Eine Stute kostete zwischen 30 und 52 fl.

 

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