Moos will Flüchtlinge streichen lassen

Es ist schon zwei Monate her, als die beiden Vandalen in Meckesheim zuschlugen. Floki & Co. verewigten sich auf 40 Gebäuden in Meckesheim. Der Sachschaden liegt bei 50.000 Euro.

Während die katholische Kirche und Privatleute inzwischen die Schmierereien entfernt haben, war die Gemeinde bislang nicht in der Lage, die „Kunstwerke“ von den öffentlichen Gebäuden zu entfernen. Dies verwundert, zumal Versicherer wie die Allianz folgende Ratschäge geben:

  • Warten Sie nicht lange, bevor Sie ein Graffiti an Ihrer Hauswand entfernen. Sonst entsteht der Eindruck, dass Sie Sprayer dulden.
  • Vorher sollten Sie den Schaden fotografieren (Übersicht und Details) und zur Anzeige bringen.
  • Sprechen Sie danach mit einem Malerbetrieb, der sich auf das Entfernen von Graffiti spezialisiert hat.
  • Die Fachleute reinigen die Fassade unter Hochdruck mit Wasser, Sand, Granulat oder Glasperlen. Oder sie tragen Lösungsmittel auf. Selbst Lasertechnik ist im Einsatz.
  • Experimentieren Sie nicht selbst mit Lösungsmitteln. Diese können Farbpartikel noch tiefer in die Fassade hineinspülen.
  • Schutzversiegelungen und Schutzlacke verhindern, dass die aggressive Farbe tiefer in die Hauswand eindringt. Die Beschichtung erleichtert das Entfernen. Die Farben lassen sich dann abwaschen.

Immerhin sollen jetzt bis zum Straßenfest am 1. September die öffentlichen Gebäude gereinigt werden.

Mit einer gewissen Verwunderung liest man in der RNZ, dass sich – so Moos –  die Kosten für die Beseitigung wohl in Grenzen halten würden.Außer Farbe benötige man nur noch eine Standleiter, so Moos, der die Streicharbeiten von Flüchtlingen durchführen lassen will.

Bei so viel Optimismus des abgewählten Bürgermeisters fragt man sich dann doch:

  • Hat die Gemeinde denn keine Gebäudeversicherungen, die bei Vandalismus und mit dem Baustein Gebäude plus die Kosten für die Beseitigung von Farbschmierereien übernehmen?
  • Sollten öffentliche Gebäude nicht von Fachbetrieben, wie den ortsansässigen Malergeschäften fachmännisch wiederhergestellt und bemalt werden?

Alles was mit öffentlicher Farbgebung zu tun hat sollte wohl bedacht sein. Man hat den Eindruck, der abgewählte Rathauschef hat schon zu oft unüberlegt den Farbeimer in die Hand genommen oder anderen in die Hand gedrückt. Auch dieses Mal wieder?

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