Wer zieht in die Meckesheimer Container?

Die Widerspruchsfrist für die Gemeinde Meckesheim gegen die Baugenehmigung für die Flüchtlingscontainer im Industriegebiet ist abgelaufen. Jetzt können sich nur noch die Meckesheimer Gewerbetreibenden selbst juristisch gegen die Containeranlage auf einer ehemaligen Mülldeponie wehren. Nach ihrem eigenen Bekunden, treibt die Firmeninhaber die Sorge vor möglichen Einbrüchen um. In Meckesheim ist erst kürzlich ein junger Flüchtling aus Gambia in das Schlafzimmer einer älteren Dame eingebrochen und hat sie bestohlen, wie die RNZ ausführlich berichtete. Die Geschäftsleute fordern bei einem Bau der Containeranlage Sicherheitsvorkehrungen des Betreibers  in einem Wert von bis zu 300.000 Euro, was allerdings unrealistisch erscheint. In Meckesheim sollen bereits Sicherheitsdienste hausieren gehen und  den Bürgern Objektbewachungen anbieten. Meckesheim durchlebt aufwühlende Sommertage.

Während Vertreter des Landratsamt und der abgewählte Bürgermeister Moos besorgte Meckesheimer Bürger zu beschwichtigen suchen, sind die Abgeordneten aus Land- und Bundestag, die wohl zunächst Unterstützung in Aussicht gestellt hatten, abgetaucht, hieß es von gewöhnlich gut informierter Seite.

Nach Meckesheim würden keine Familien kommen. Meckesheim würden männliche Einzelpersonen aus Nigeria, Gambia, Syrien, Afghanistan, dem Irak und dem Iran zugewiesen.

Es soll ein Sicherheitsdienst gestellt werden, der aber nicht rund um die Uhr anwesend sei. Sozialarbeiter sollen zeitweise eingesetzt werden. Die Flüchtlinge würden nicht haftpflichtversichert sein.

Mit seiner politisch instinktlosen Entscheidung schafft das Landratsamt im kleinen 5000-Seelen-Dorf Meckesheim völlig unnötig explosiven sozialen Sprengstoff. Da der Teilort Meckesheim gerade einmal 1.800 männliche Einwohner zählt und die Zuweisungszahl bei 210 liegt, würde in zwei Monaten jeder zehnte männliche Einwohner im Hauptort Meckesheim aus einem der besagten Länder kommen, wenn das angekündigte Vorhaben umgesetzt wird. Viele Bürger sind in Sorge, ob dieses soziale Experiment gelingen kann.

Für die große Mehrheit der Meckesheimer steht außer Frage:  Flüchtlingen muss geholfen werden!  Während aber anderenorts in Städten und Großstädten Flüchtlingsquartiere angesichts zurückgehender Flüchtlingszahlen schon wieder geschlossen werden, bringen das Land Baden-Württemberg, das Landratsamt und die finanziellen Interessen eines Privatinvestors die Elsenzgemeinde  in eine schwierige Situation. Die Entscheidungsträger lassen das erforderliche Feingefühl und Gespür für die Ängste der Meckesheimer Bürgerschaft vermissen.

Hätte das auch finanziellen Privatinteressen dienende Containerdorf bei sofortiger energischer Gegenwehr durch die Verwaltungsspitze  verhindert werden können? Wer profitiert von den Containern in welcher Weise? Wurden Vorteile im Zusammenhang mit dem Flüchtlingsdorf versprochen? Diese und weitere Fragen müssen in den kommenden Wochen und Monaten dezidiert aufgeklärt und dem Bürger offen beantwortet werden. Hier laufen  seitens der  Heidelberger und Meckesheimer Verwaltungsspitzen Entscheidungsmechanismen ab, die vielen  Bürgern undurchsichtig erscheinen. Das wiederum vermittelt nicht wenigen das Gefühl, nicht ernst oder mitgenommen zu werden. Nur der Meckesheimer Gemeinderat hat sich zweimal energisch gegen das Containerlager gestemmt, kapitulierte dann aber aufgrund eines vom Bürgermeister eingeholten juristischen Gutachtens.
Wie weiter berichtet wird, will das Landratsamt am 21. September 2016 das  Gespräch mit den Bürgern suchen. Dann, wenn die Container schon stehen?
Genau solche Mätzchen sind es, mit denen Politiker und Beamte ihre Glaubwürdigkeit verspielen.Man muss mit den Bürgern reden und sie befragen. Und zwar zur rechten Zeit; nämlich vorher. Alles andere wäre Kokolores.

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